27. August 2006Totalsanieren – alles nur ein Bluff?
Basel Barfüsserplatz, 24.8., Neuauflage unserer “Baustellenaktion” (siehe unten). Ausgerechnet die letzte Passantin, die ich auf die Petition totalsanieren.ch anspreche, setzt mich mit einer einfachen Frage ausser Gefecht. “Können Sie sich eigentlich ausweisen?” – - – Uff, da blieb mir erstmal die Spucke weg: Waren denn unsere Schutzhelme und Overalls, das Riesen-Baustellenschild und die vielen Greenpeace-Aufdrucke nicht Beweise genug, dass sie es nicht mit Trickbetrügern zu tun hatte? “Aber wir sind doch schon seit zwei Stunden hier”, warf ich ein, “und alle meine KollegInnen können für mich aussagen!” “Nun, das täte ich auch, wenn ich Ihre Kollegin wäre”, kam von ihr trocken zurück. Sollte ich sie noch mit dem Greenpeace-Büro in Zürich verbinden, um sie von unserer “Echtheit” zu überzeugen? Keine Frage, diese Frau war eine harte Nuss. Weder Waschmaschine noch Lebensversicherung liessen sich ihr so einfach andrehen…
Am Ende vertraute sie uns doch noch ihre Unterschrift an. Und genau genommen sind es ja gerade jene wachen und mitdenkenden BaslerInnen, die die Chemie so fürchten muss!
U L i.
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31. Juli 2006Trinkwasser: Hausmischung nach Basler Art
Aus der BAZ vom 28.7.: “Spuren von rund 20 chemischen Substanzen sind in den Trinkwasserfassungen des Gebiets «Löli» in Pratteln gefunden worden. Die Baselbieter Behörden haben jetzt die Liste veröffentlicht. Eine akute Gefährdung bestehe nicht.” Na dann zum Wohlsein: Lieber Haarausfall vom Trinkwasser als vom Sorgen machen!
U L i.
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26. Juli 2006Die Chemie lebt sorgenfrei – das Wasser ist ihr einerlei!
Aus den Presseschlagzeilen der letzten Tage: “Novartis bleibt auf Rekordkurs”… “Roche legt noch einen Zacken zu”… “Pharmakonzerne in Bestform”… Nichts scheint also die Goldgräberstimmung in den Chefetagen zu trüben – höchstens vielleicht dass “der Aufbau des Impfgeschäfts auf dem Erfolgsausweis” laste. Und der Giftmüll der Vergangenheit? Das Basler Trinkwasser? Das muss ja alles erstmal sorgfältig untersucht werden…
U L i.
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25. Juli 2006Man höre und staune…
13.7.2006. Medienkonferenz der Regierungsbehörden von Basel-Land im lauschigen Ambiente der Muttenzer Hard. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, man wähnt sich auf einem wunderbaren Waldspaziergang – wenn da nicht die Nachricht für Aufruhr sorgen würde, dass nun auch die Feldrebengrube als sanierungsbedürftig gilt. Bloss gut, dass es Greenpeace gibt. Denn auch diese Information dringt erst auf Druck “von aussen” an die Ã-ffentlichkeit!
U L i.
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25. Juli 2006Neue Aktion: Türhänger!
9.7.2006: Der WM-Final ist soeben zu Ende gegangen, und nach einem Monat Fussballparty auf Strassen und Grossleinwänden erstmal Aufräumen angesagt. “BITTE AUFRÔUMEN” ist aber auch das Stichwort einer weiteren Grossaktion, mit welcher die Greenpeace-Regionalgruppe in Basel von sich reden macht. 10.000 knallgelbe Türhänger werden im ganzen Stadtgebiet verteilt – als Erinnerung an die chemische Industrie zur Totalsanierung ihrer giftigen Hinterlassenschaften und als Rückantwortkarte zur Unterstützung der Petition. Bloss gut, dass dabei keineR der emsigen HelferInnen von einem Hund gebissen wurde…!
U L i.
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17. Juli 2006Totalsanieren kommt an – auch im www!
“Wir haben nur eine Erde! Unsere Kinder auch! Unsere Redaktion von dreiland.eu unterstützt Greenpeace!”, schreibt Rolf Kirchhofer von der soeben eröffneten Newsbörse. Und nicht nur das: Von der “BAZ”-Ausgabe im neuen Kleid waren die RedakteurInnen von dreiland.eu gleich so angetan, dass sie diese umgehend auch als Link auf ihre Homepage schalteten. Danke – und wir wünschen Euch ebenfalls gutes Gelingen für Euren Internetauftritt!
U L i.
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14. Juli 2006Eine BAZ der etwas anderen Art
3.7.2006: Spätestens jetzt weiss es jede und jeder im Baselbiet, dass Greenpeace in Sachen Totalsanierung einfach nicht locker lässt. Die Verteilung der “Basler Altlasten Zeitung” (BAZ) an 120.000 Haushalte und den ganzen Tag über im Bahnhofsgebiet hat uns wieder mal zum Stadtgespräch gemacht. Viele eifrige HelferInnen waren im Einsatz, und die Medien jagten es amüsiert über ihre Nachrichtenticker: Greenpeace hat sich eines bekannten Zeitungslayouts bedient…!
U L i.
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3. Juli 2006Basler Altlasten Zeitung ist da!
Mit dem Nachweis von Deponie-Giften im Basler Trinkwasser wurde das Altlastenproblem von Novartis & Co. zu einem Trinkwasserproblem. Um die BaslerInnen zu informieren, hat ihnen heute Greenpeace eine «Basler Altlasten Zeitung» mit Fakten zu den auslaufenden Chemiemülldeponien zugestellt. Darin ist eine neuartige und technisch innovative Foto-Petition um die �-ffentlichkeit zu mobilisieren und von den verantwortlichen Firmen die Totalsanierung der Chemiemülldeponien zu fordern. Offizieller Petitions-Auftakt ist heute morgen ein Sammel-Event von Greenpeace vor dem Bahnhof Basel SBB.
Während die verantwortlichen Chemiekonzerne nach der Aufdeckung des Trinkwasserskandals noch immer schweigen und die Behörden die Giftfunde im Trinkwasser verharmlosen, mobilisiert Greenpeace nun die �-ffentlichkeit für die notwendige Totalsanierung der auslaufenden Chemiemülldeponien. Greenpeace AktivistInnen verteilen seit 7.00 Uhr morgens am Bahnhof Basel SBB die frisch gedruckte «Basler Altlasten Zeitung».
Die Aktionszeitung von Greenpeace für die Region Basel wurde an 120′000 betroffene Haushalte verschickt und beinhaltet alles, was zu einer guten Zeitung gehört: sorgfältig recherchierte Hintergründe und Kurzmeldungen, Experteninterviews und Porträts von Betroffenen, bis hin zum Chemiemanager-Comic und Deponien-Kreuzworträtsel. Auch neue Fakten kommen zum Vorschein �EUR” eine detaillierte Karte mit allen Chemiemüllstandorten zeigt auf, wie weit die Grund- und Trinkwasserverschmutzung in der Region Basel fortgeschritten ist �EUR” weitere Trinkwasserskandale bahnen sich an.
Hier gibts das PDF der Zeitung
Hier gibts den Petitionsbogen
Karte der Chemiemülldeponien
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27. Juni 2006Giftmüll-Grüsse aus Basel
Als Markus und ich gestern Fotos sammeln waren, hatte ich eine Augen öffnende Begegnung. Wir hatten eine junge Frau angesprochen, die aus einem fernen, Englisch sprechenden Land stammte. Sie schien sehr wohl zu verstehen, wie sehr der Basler Giftmüll mittlerweile zum Himmel stinkt. Schon war sie drauf und dran, die Petitionsliste zu unterschreiben �EUR” als sie plötzlich stutzte. �EURoeWHAT?�EUR�, entfuhr es ihr, �EURoe(diese eine mächtige Firma) ist auch unter den Schmuddelkindern?�EUR� Da war ihr gar nicht mehr nach Unterschreiben zumute. Genau für ein Geschäftstreffen mit dieser mächtigen Firma war sie nämlich den lieben langen Weg nach Basel gekommen, und nun fand sie ihren Namen ein bisschen zu heikel für unsere Liste.
Augen geöffnet hat der Vorfall aber in doppeltem Sinne, und zwar für sie und für mich. Während mir einmal mehr klar wurde, wie gut die Basler Chemie bisher ihr Saubermann-Image verkaufen konnte, wird unsere Gesprächspartnerin nun sicher ein paar neue Erkenntnisse darüber in ihr weites, weites Heimatland tragen�EUR�
U L i.
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20. Juni 2006Farbige Erinnerungen…
Ich bin’s schon wieder, ich hab’ hier noch was weiter zu geben. Als ich heute das Greenpeace-Postfach geöffnet habe, war das nämlich schon randvoll mit vielen Rückmeldungen zu unserer Sanierungs-Petition. Unter anderem diese hier, eine kleine Reise in die Vergangenheit – nur die Nostalgie dazu will irgendwie nicht aufkommen…:
“Sehr geehrte Damen und Herren, Als Schuljunge habe ich noch in der Kiesgrube von Gottlieb Sutter Muttenz mit meinen Kameraden die Freizeit verbracht. Diese Grube ist heute die Deponie Feldreben. (Ecke Birsfelderstr./ Kriegackerstr.Wenn die Chemie ihren rosa,grünen und blauen Pfludder aus den Druckfässern in die Grube abgelassen hat wurden wir Buben weggejagt,d.h. wir wurden noch wunderfitziger und haben die Schweinerei aus der Nähe betrachtet…”
Ts, ts, ts… – was da so alles ans Tageslicht kommt!
U L i.
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