Am 11. Februar ist im Baselbiet gewählt worden. Zwei Personen sind neu in den Regierungsrat eingetreten; Peter Zwick und Jörg Krähenbühl halten die von Greenpeace vorgeschlagenen Massnahmen zum Trinkwasserschutz für NICHT notwendig. Zudem haben sie sich GEGEN Totalsanierungs-Massnahmen im jetzigen Zeitpunkt geäussert.
Die drei wiedergewählten (Adrian Ballmer, Sabine Pegoraru und Urs Wüthrich) hatten sich âEUR” mit Verweis auf die laufenden Regierungsgeschäfte âEUR” nicht geäussert.
Es sind nun mehrere Szenarien denkbar:
Szenario Vollschaden
Die fünf Regierungsräte warten ab, bis die ersten Schäden lückenlos nachweisbar werden und lassen dann oder kurz vorher, die Trinkwasserversorgung nach Rheinach verlegen. Die Deponien laufen weiterhin aus und die Chemikalien werden über die Grundwasser-Systeme weitergetragen und machen das Wasser unbrauchbar. Die Basler Chemische Industrie beteuert, dass die Umwelt ganz wichtig sei und hilft deshalb bei der Finanzierung der neuen Trinkwasser-Versorgung. Die Vorschriften der Altlastenverordnung werden ignoriert. Die Gesundheits-Konzerne gewinnen mehrmals Verschmutzerpreise der aufmerksamen Zivilbevölkerung und verlieren an Glaubwürdigkeit. Der Börsenkurs stottert.
Szenario voller Glaubwürdigkeits-Verlust
Weil die âEURzGesundheits-KonzerneâEURoe Novartis und Roche um ihr Image bangen, sind sie bereit, wenig wirksame Teilsanierungen zu finanzieren. Sie rühren dazu nur einen kleinen Teil Ihrer diesbezüglichen Rückstellungen an. Lediglich einzelne Hotspots werden, ohne grossen Aufwand, lokalisiert. Weil die Industrie keinen wesentlichen Beitrag leisten will, belässt sie es bei kosmetischen Eingriffen. Die Deponien werden auf einem niedrigen Niveau weiter überwacht. Die Deponien laufen überwacht und kontrolliert weiterhin aus. Dutzende verschiedene Chemikalien werden weiterhin in die Grundwasser-Systeme hinein- und darin weitergespült und machen grossflächig Grundwasser untrinkbar. Weil aufmerksame Organisationen die Scheintätigkeiten aufdecken und die Grundwasser-Verschmutzung durch die Konzerne anprangern, kommt es zu einem vollen Glaubwürdigkeitsverlust der Basler Chemischen Industrie. Die Börsenkurse tendieren nach unten.
Szenario Gewinn für alle
Die Allianz der Basler Chemischen Industrie beschliesst, alle dreizehn Deponien in der Region total zu sanieren und finanziert diese zu 100%. Ein Teil des Grundwassers wird über Jahre hinweg weiter belastet sein, aber längerfristig ist es für die Basler Bevölkerung und Industrie die beste Investition. Roche und Novartis steigen nicht nur bei der Bevölkerung im Ansehen sondern können einen internationalen Imagegewinn verbuchen. Ein grösserer Schaden konnte verhindert werden. Sogar die Börsenkurse reagieren positiv, weil aber die Unternehmen genügend Rückstellungen gemacht haben, die Sanierungen zukunftweisend sind und AktionärInnen keine “begrabene Hunde” befürchten müssen.
Fazit
Bei allen drei Szenarien wird kein grosses Engagement von Seiten der Regierung vorhergesagt. Die Regierung tut nur, was ihr unbedingt nötig erscheint. Ist das allzu wenig erwartet?
Vielleicht unterschätze ich diese âEURzstarke RegierungâEURoe. Vielleicht ist der âEURzjetzige ZeitpunktâEURoe bald ein anderer, sodass sich bald auch die Baselbieter Regierung dezidiert und überlegt für Totalsanierungen einsetzen wird, sodass ein Szenario mit Gewinn für alle früher als erwartet eintreten wird.
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