21. November 2006Tour de Bâle für Deponie-Totalsanierungen

Petitionsnachreichungen bei Clariant, Rohner und SF-Chem
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Basel. Greenpeace-AktivistInnen sind heute bei Clariant, Rohner und
SF-Chem im Stundentakt per E-Bike vorgefahren, um die `Petition zur
Totalsanierung der Chemiemülldeponien in der Region Basel’ nachträg-
lich einzureichen. Die drei Basler Chemiefirmen haben es vor einem
Monat versäumt, die von über 10′000 Menschen unterzeichnete Petition
persönlich entgegen zu nehmen. Am Mittwoch ist Roche als letzter
Konzern an der Reihe.

Mit einer Tour de Bâle per E-Bike haben Greenpeace-AktivistInnen bei
Clariant, Rohner und SF-Chem die vor einem Monat verschmähte Total-
sanierungs-Petition direkt an deren Hauptsitz abgeliefert.

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Bei SF-Chem und Rohner nahmen die CEOs Ueli Roost und Daniel Pedrett
die Petition entgegen, bei Clariant war es der Clariant Schweiz-
Leiter Armin Meile. Die heutigen Reaktionen der drei verschiedenen
Chemie-Unternehmen waren jedoch weitgehend alle gleich: Niemand
wollte angeben, wie gross die spezifische Verantwortung der Firmen
für die verschiedenen Chemiemülldeponien ist. Man fühle sich durch
die sog. Interessensgemeinschaft Deponiesicherheit Regio Basel
(IGDRB) gut vertreten und stehe voll hinter deren Altlasten-
Aussagen, explizit auch bezüglich Trinkwassergefährdung.

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Das ist sossend: im Sommer hatte Greenpeace mit eigenen Laboranaly-
sen nachgewiesen, dass Deponie-Chemikalien das Basler Trinkwasser
belasten. Anstatt die Petition anlässlich der offiziellen Petitions-
einreichung vom 19. Oktober persönlich entgegen zu nehmen, liessen
die Geschäftsleiter der verantwortlichen Chemiekonzerne via ihre
Interessensgemeinschaft Deponiesicherheit Regio Basel (IGDRB) ledig-
lich verlauten, es gäbe keine Hinweise auf eine Gefährdung des
Trinkwassers – dieses Pauschal-Dementi ist angesichts der gegentei-
ligen Fakten nicht haltbar. Die Geschäftsleiter der drei Chemiefir-
men müssen jetzt mit Totalsanierungen beweisen, dass sie die berech-
tigten Trinkwasser-Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen.

Auch Roche hatte die von über 10′200 Menschen unterzeichnete Petiti-
on bisher nicht entgegen nehmen wollen. Mit prominenter Unterstüt-
zung holt Greenpeace die Ãoebergabe morgen ab 15:00 nach – als vorläu-
figer Höhepunkt dieser `Tour de Bâle’

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3. Juli 2006Basler Altlasten Zeitung ist da!

Mit dem Nachweis von Deponie-Giften im Basler Trinkwasser wurde das Altlastenproblem von Novartis & Co. zu einem Trinkwasserproblem. Um die BaslerInnen zu informieren, hat ihnen heute Greenpeace eine «Basler Altlasten Zeitung» mit Fakten zu den auslaufenden Chemiemülldeponien zugestellt. Darin ist eine neuartige und technisch innovative Foto-Petition um die �-ffentlichkeit zu mobilisieren und von den verantwortlichen Firmen die Totalsanierung der Chemiemülldeponien zu fordern. Offizieller Petitions-Auftakt ist heute morgen ein Sammel-Event von Greenpeace vor dem Bahnhof Basel SBB.

Während die verantwortlichen Chemiekonzerne nach der Aufdeckung des Trinkwasserskandals noch immer schweigen und die Behörden die Giftfunde im Trinkwasser verharmlosen, mobilisiert Greenpeace nun die �-ffentlichkeit für die notwendige Totalsanierung der auslaufenden Chemiemülldeponien. Greenpeace AktivistInnen verteilen seit 7.00 Uhr morgens am Bahnhof Basel SBB die frisch gedruckte «Basler Altlasten Zeitung».

Die Aktionszeitung von Greenpeace für die Region Basel wurde an 120′000 betroffene Haushalte verschickt und beinhaltet alles, was zu einer guten Zeitung gehört: sorgfältig recherchierte Hintergründe und Kurzmeldungen, Experteninterviews und Porträts von Betroffenen, bis hin zum Chemiemanager-Comic und Deponien-Kreuzworträtsel. Auch neue Fakten kommen zum Vorschein �EUR” eine detaillierte Karte mit allen Chemiemüllstandorten zeigt auf, wie weit die Grund- und Trinkwasserverschmutzung in der Region Basel fortgeschritten ist �EUR” weitere Trinkwasserskandale bahnen sich an.

Hier gibts das PDF der Zeitung
Hier gibts den Petitionsbogen
Karte der Chemiemülldeponien

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27. Juni 2006Greenpeace fordert die sofortige Offenlegung

Zürich. Der Basler Trinkwasser-Skandal weitet sich aus. In der Muttenzer Trinkwasserversorgung am Auweg hat man – wie die Medien heute Morgen berichteten – ebenfalls gefährliche Chemikalien nachgewiesen. Mit dem Bagatellisieren und Verschweigen muss jetzt Schluss sein. Greenpeace fordert die sofortige und vollständige Offenlegung aller Muttenzer Daten und Schutzmassnahmen.

Greenpeace weist mit Empörung darauf hin, dass die gefundenen Substanzen teils in hohen Konzentrationen im Grundwasser um die Muttenzer Deponien Feldrebengrube und anderen Chemiemülldeponien von Novartis, Ciba, Syngenta & Co. bereits nachgewiesen wurden. Wie beispielsweise das Tegretol: das alte Novartis-Medikament findet man bei Deponien von Bonfol über Muttenz bis nach Riehen im Grund- und Trinkwasser!

Die jetzt bekannt gewordenen Resultate weisen auf weitere giftige Substanzen hin, die klar den Chemie-Deponien zuzuordnen sind: Neben dem Methansolfonanilid, einem Fungizid-Zwischenprodukt von Geigy, und den chlorierten Butadienen hat man gemäss Blick und Tagesanzeiger im Trinkwasser auch die typischen Chemikalien Hexachlorethan und 2,6-Dichloranilin nachgewiesen.

Matthias Wüthrich von Greenpeace kommentiert: �EURzWas muss noch alles kommen, bis die Verantwortlichen endlich zum Schutz der TrinkwasserkonsumentInnen handeln? Greenpeace fordert von der Chemie, den Behörden und den Trinkwasser-Versorgern die sofortige und vollständige Offenlegung aller Daten betreffend dem Trinkwasser in Muttenz und umfassende Trinkwasser-Schutzmassnahmen!”

Unterlagen, Foto/Video zum Thema unter: www.greenpeace.chhttp://www.greenpeace.ch/http://www.greenpeace.ch/

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Hilf mit!

Am 13. Juni 2x JA zu sauberem Trinkwasser! Gehören Sie auch zu den 200'000 BaslerInnen, die verschmutztes Wasser trinken? Machen Sie dem Gift aus Deponien ein Ende. So gewinne wir mit Ihnen:

Mobilisieren Sie Ihre Freunde - stimmen Sie alle ab! Sanieren Sie mit - Stimmen Sie ab!
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