10. Februar 2007Warum informiert Greenpeace über die Meinungen der RR-KandidatInnen?
Heute möchte ich ein wenig Transparenz zu den Zielen der Greenpeace-Umfrage anbieten und kurz einen philosophischen Gedanken einwerfen.
Im Herbst 2005 wurde bekannt, dass Grenzwerte für Chemikalien im Grundwasser bei Muttenz zum Teil massiv überschritten werden. Im Sommer 2006 hat Greenpeace Spuren von Deponie-Chemikalien im Trinkwasser nachgewiesen.
Deshalb hat Greenpeace bei der Baselbieter Regierung Massnahmen vorgeschlagen, welche ein halbes Jahr später immer noch nicht umgesetzt wurden.
Greenpeace verfolgt mit der Umfrage bei den Regierungsrats KandidatInnen hauptsächlich zwei Ziele:
Klarheit darüber erhalten, ob die KandidatInnen zum Handeln bereit sind
Zur Verfügungstellen von Informationen an die Bevölkerung.
Mit Hilfe dieser Informationen sollen sich die Bürgerinnen über das Baselbiet hinaus ein Bild machen können, wie mögliche zukünftige Regierungsrätinnen zum Thema Trinkwasserschutz denken.
Manchmal staune ich, wie einzelne Menschen abstreiten, dass es ein Problem gibt – oder sie sagen dann quasi, die Verschumutzung sei eh überall so schlimm, dass es sich “nicht lohnt” die wichtigsten Verschmutzungsquellen anzugehen. Und dann setzen sie auf die “ideologisch motiviert” Schiene.
Die einen möchten anscheinend alles UNVERÔNDERT beim alten lassen und uns mit den Altlasten weiter belasten. Andere setzen sich für die Grundlagen für ein zukunftfähiges Leben unserer Kinder und Kindeskinder ein und schlagen möglichst geeignete LÃ-SUNGEN vor – wenn auch nicht immer auf politisch korrekte Weise so doch gut reflektiert und immer mit einem hohen Anspruch an gewaltfreie Klarheit und Bestimmtheit.
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31. Januar 2007Regula Meschberger zum Thema Totalsanierungen und Trinkwasser
Serie Wahlen Baselland: Meinung von Regierungsrats-Kandidatin Regula Meschberger zum Thema Deponien und Trinkwasser

Zusammenfassung der Antwort:
Frau Meschberger
findet die Trinkwasserbelastung problematisch
befürwortet Sofortmassnahmen zum Trinkwasserschutz
befürwortet die Totalsanierung der auslaufenden Chemiemüll-Deponien
Will sich im Wahlkampf und darüber hinaus für die Umsetzung der Sofortmassnahmen zum Trinkwasserschutz einsetzen.
Ergänzungen zu den Antworten:
Trinkwasserproblematik
Unabhängig von der Konzentration sei es problematisch, wenn Chemikalien im Trinkwasser nachgewiesen worden seien. Es sei nicht absehbar, ob sich die Konzentrationen noch erhöhten.
Sofortmassnahmen:
Frau Meschberger befürwortet folgende Sofortmassnahmen:
Sofortige Offenlegung aller bisherigen Trinkwasseranalysen der Basler Chemischen Industrie, der Hardwasser AG, der IWB, des AUE BL, des kantonalen Laboratoriums BL sowie der Gemeinde Muttenz
Sofortige Massnahmen zum Schutz des Basler Trinkwassers vor dem Chemiemüll aus den Deponien (z.B. mittels verfügberen Aktivkohlefilter).
Sofortige, systematische Untersuchungen der einzelnen Trinkwasserbrunnen in der Muttenzer Hard mittels Screening-Analysen von Sammelproben.
Diese Massnahmen sollen auf Kosten der Verursacher Novartis, Ciba, Syngenta und Clariant gehen, die die Ã-ffentlichkeit mit ihren auslaufenden Deponien jahrzehntelang einem Risikko aussetzen.
Totalsanierung der Deponien
Frau Meschberger will explizit eine baldige Totalsanierung der auslaufenden Chemiemülldeponien (Entfernung der umweltgefährdenden Chemieabfälle, Dekontamination gemäss Altlastenverordnung Art. 16.a).
Zudem schreibt sie, dass verhindert werden muss, dass die Altlastenverordnung abgeschwächt wird. Solche Vorstösse wie jener der Herren Nationalräte Randegger und Miesch seien unbedingt zu verhindern.
“Es geht um unsere Gesundheit und die unserer Kinder…”
Engagement im Wahlkampf und danach
Frau Meschberger ist bereit, sich im Rahmen ihres Wahlkampfes und darüber hinaus für die Umsetzung der Sofortmassnahmen zum Trinkwasser-Schutz einzusetzen:
Sie will nicht nur die Greenpeace-Forderungen unterstützen sondern auch die Abschwächung der Altlastenverordnung bekämpfen. Nicht zuletzt will sie sich im Kanton BL für die oben genannten Forderungen einsetzen.
Fazit:
Frau Meschberger findet die Situation um die Deponien klar genug. Es wurde lange genug gewartet. Die Deponien müssen totalsaniert werden und zwar bald.
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22. November 2006Chris von Rohr fordert von Roche «Weniger Dräck»
Heute hat sich ein Zusammentreffen der ungewöhnlichen Art ereignet: Rocklegende Chris von Rohr («Meh Dräck») überreicht dem Pharmakonzern Roche an dessen Hauptsitz die «Petition zur Totalsanierung der Chemiemülldeponien in der Region Basel». Im Namen der über 10′000 PetitionsunterzeichnerInnen fordert der Musiker von Roche «Weniger Dräck» âEUR” also die Beseitigung aller Roche-Deponien in der Region.

Chris von Rohr hält, was er verspricht: Als Erstunterzeichner der Greenpeace-Petition nimmt er kein Blatt vor den Mund und fordert vom Pharmariesen Roche unmissverständlich ein Engagement für die Natur: Begleitet von Greenpeace-AktivistInnen überreichte er Peter Schnurrenberger, globaler Leiter für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei Roche, die von 10′200 Menschen unterzeichnete «Petition zur Totalsanierung der Chemiemülldeponien in der Region Basel» und ein überdimensioniertes T-Shirt mit dem Spruch «Weniger Dräck».
Umweltschützer Chris von Rohr sagt dazu: «Wer Giftmüll abkippt, muss ihn schleunigst wieder ausbuddeln. Die Natur und das Trinkwasser vertragen keinen Chemie-Dräck. Unsere Kinder haben das Recht, in einer sauberen Umwelt zu leben.» Im Hinblick auf die Milliardengewinne und den neu geplanten Roche-Tower fordert er: «Wer hoch hinaus will, muss auch unten für Ordnung sorgen. Roche muss die Unternehmensverantwortung wahrnehmen. Das Fundament muss stimmen âEUR” die Altlasten im Boden müssen weg.»
Während in der Region Basel noch immer über die notwendigen Totalsanierungen gestritten wird, laufen auch die Roche-Deponien in Grenzach (D) und Riehen (BS) weiterhin aus âEUR” dort findet man teils die gleichen Stoffe, die Greenpeace auch im Basler Trinkwasser nachgewiesen hat. Damit soll jetzt aber Schluss sein: Chris von Rohr und Tausende von BaslerInnen fordern die Totalsanierung der Chemiemülldeponien in der Region Basel.

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27. Juni 2006Greenpeace fordert die sofortige Offenlegung
Zürich. Der Basler Trinkwasser-Skandal weitet sich aus. In der Muttenzer Trinkwasserversorgung am Auweg hat man – wie die Medien heute Morgen berichteten – ebenfalls gefährliche Chemikalien nachgewiesen. Mit dem Bagatellisieren und Verschweigen muss jetzt Schluss sein. Greenpeace fordert die sofortige und vollständige Offenlegung aller Muttenzer Daten und Schutzmassnahmen.
Greenpeace weist mit Empörung darauf hin, dass die gefundenen Substanzen teils in hohen Konzentrationen im Grundwasser um die Muttenzer Deponien Feldrebengrube und anderen Chemiemülldeponien von Novartis, Ciba, Syngenta & Co. bereits nachgewiesen wurden. Wie beispielsweise das Tegretol: das alte Novartis-Medikament findet man bei Deponien von Bonfol über Muttenz bis nach Riehen im Grund- und Trinkwasser!
Die jetzt bekannt gewordenen Resultate weisen auf weitere giftige Substanzen hin, die klar den Chemie-Deponien zuzuordnen sind: Neben dem Methansolfonanilid, einem Fungizid-Zwischenprodukt von Geigy, und den chlorierten Butadienen hat man gemäss Blick und Tagesanzeiger im Trinkwasser auch die typischen Chemikalien Hexachlorethan und 2,6-Dichloranilin nachgewiesen.
Matthias Wüthrich von Greenpeace kommentiert: �EURzWas muss noch alles kommen, bis die Verantwortlichen endlich zum Schutz der TrinkwasserkonsumentInnen handeln? Greenpeace fordert von der Chemie, den Behörden und den Trinkwasser-Versorgern die sofortige und vollständige Offenlegung aller Daten betreffend dem Trinkwasser in Muttenz und umfassende Trinkwasser-Schutzmassnahmen!”
Unterlagen, Foto/Video zum Thema unter: www.greenpeace.chhttp://www.greenpeace.ch/http://www.greenpeace.ch/
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16. Juni 2006Deponie-Chemikalien im Basler Trinkwasser!
Das Trinkwasser aus der Muttenzer Hard für über 100′000 Menschen im Grossraum Basel ist mit Deponie-Chemikalien belastet. Dies zeigen Analysen, die Greenpeace heute an einer Pressekonferenz veröffentlicht hat. Im Trinkwasser hat Greenpeace Gift-Stoffe gefunden, die auch im stark verschmutzten Grundwasser der Chemiemülldeponien Feldreben und Rothaus in Muttenz vorkommen. Daraus lässt sich schliessen: Die auslaufenden Chemiemülldeponien kontaminieren das Trinkwasser. Greenpeace fordert sofortige Trinkwasserschutz-Massnahmen und die Totalsanierung der Gift-Deponien auf Kosten der Verursacher.
Seit mehr als vier Jahren fordert Greenpeace systematische Untersuchungen des Basler Trinkwassers auf Chemikalien aus den wenige hundert Meter nahen Muttenzer Chemiemülldeponien. Doch die Basler Chemie und die Gemeinde Muttenz tun dies als unnötige Panikmache ab. Noch Ende Februar behauptete Novartis an ihrer Generalversammlung, die Chemiemülldeponien seien keine Gefahr für das Basler Trinkwasser.
Greenpeace musste daher handeln: Die Umweltorganisation nahm zweimal Proben aus einem öffentlich zugänglichen Trinkwasserbrunnen der Hardwasser AG und liess sie vom Pariser Speziallabor Suez Environnement analysieren.
Im Trinkwasser der Hardwasser AG wurden typische Deponie-Chemikalien nachgewiesen, die auch im Grundwasser bei den Chemiemülldeponien Feldreben, Margelacker und Rothaus gefunden wurden oder auf einer internen Deponie-Stoffliste der Basler Chemiekonzerne erwähnt sind. Nachgewiesen wurde u.a. giftiges Hexachlorbutadien, das im Verdacht steht, Missbildungen und Krebs zu erzeugen.
Der Analysebefund untermauert den Verdacht, den Greenpeace seit Jahren hegt: Die Chemiemülldeponien kontaminieren das Trinkwasser für den Grossraum Basel. Da die Grundwasserverhältnisse in der Muttenzer Hard sehr kompliziert sind und schnell ändern, bilden die Greenpeace-Analysen nur eine Momentaufnahme. Das tatsächliche Ausmass der Trinkwasserverschmutzung ist mit diesen beiden Analysen nicht abschliessend erfasst. Vieles deutet darauf hin, dass die von Greenpeace im Trinkwasser gefundenen Chemikalien wahrscheinlich nur einen Teil der gesamten Belastung zeigen. Deshalb fordert Greenpeace:
- Sofortige Offenlegung aller Trinkwasseranalysen der Basler Chemischen Industrie, der Hardwasser AG, der IWB, des AUE BL, des kantonalen Laboratoriums BL sowie der Gemeinde Muttenz. Sofortige Massnahmen zum Schutz des Basler Trinkwassers vor Chemiegift.
- Sofortige, systematische Untersuchungen der einzelnen Trinkwasserbrunnen in der Muttenzer Hard mittels Screening-Analysen von Sammelproben.
- Ultimative Totalsanierungen der auslaufenden Chemiemülldeponien rund um das Trinkwassergebiet der Muttenzer Hard auf Kosten der Verursacher Novartis, Ciba, Syngenta und Clariant.
«Der Chemiemüll muss endlich weg. Die Menschen haben âEUR” auch in der Schweiz – ein Recht auf sauberes Trinkwasser!», fordert Kaspar Schuler, Geschäftsleiter von Greenpeace Schweiz.
Weitere Informationen:
Greenpeace.ch Informationen zu den Altlasten im Grossraum Basel
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