21. November 2006Tour de Bâle für Deponie-Totalsanierungen

Petitionsnachreichungen bei Clariant, Rohner und SF-Chem
DSCF0043.JPG DSCF0054.JPG
Basel. Greenpeace-AktivistInnen sind heute bei Clariant, Rohner und
SF-Chem im Stundentakt per E-Bike vorgefahren, um die `Petition zur
Totalsanierung der Chemiemülldeponien in der Region Basel’ nachträg-
lich einzureichen. Die drei Basler Chemiefirmen haben es vor einem
Monat versäumt, die von über 10′000 Menschen unterzeichnete Petition
persönlich entgegen zu nehmen. Am Mittwoch ist Roche als letzter
Konzern an der Reihe.

Mit einer Tour de Bâle per E-Bike haben Greenpeace-AktivistInnen bei
Clariant, Rohner und SF-Chem die vor einem Monat verschmähte Total-
sanierungs-Petition direkt an deren Hauptsitz abgeliefert.

DSCF0065.JPG DSCF0068.JPG

Bei SF-Chem und Rohner nahmen die CEOs Ueli Roost und Daniel Pedrett
die Petition entgegen, bei Clariant war es der Clariant Schweiz-
Leiter Armin Meile. Die heutigen Reaktionen der drei verschiedenen
Chemie-Unternehmen waren jedoch weitgehend alle gleich: Niemand
wollte angeben, wie gross die spezifische Verantwortung der Firmen
für die verschiedenen Chemiemülldeponien ist. Man fühle sich durch
die sog. Interessensgemeinschaft Deponiesicherheit Regio Basel
(IGDRB) gut vertreten und stehe voll hinter deren Altlasten-
Aussagen, explizit auch bezüglich Trinkwassergefährdung.

DSCF0078.JPG DSCF0098.JPG

Das ist sossend: im Sommer hatte Greenpeace mit eigenen Laboranaly-
sen nachgewiesen, dass Deponie-Chemikalien das Basler Trinkwasser
belasten. Anstatt die Petition anlässlich der offiziellen Petitions-
einreichung vom 19. Oktober persönlich entgegen zu nehmen, liessen
die Geschäftsleiter der verantwortlichen Chemiekonzerne via ihre
Interessensgemeinschaft Deponiesicherheit Regio Basel (IGDRB) ledig-
lich verlauten, es gäbe keine Hinweise auf eine Gefährdung des
Trinkwassers – dieses Pauschal-Dementi ist angesichts der gegentei-
ligen Fakten nicht haltbar. Die Geschäftsleiter der drei Chemiefir-
men müssen jetzt mit Totalsanierungen beweisen, dass sie die berech-
tigten Trinkwasser-Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen.

Auch Roche hatte die von über 10′200 Menschen unterzeichnete Petiti-
on bisher nicht entgegen nehmen wollen. Mit prominenter Unterstüt-
zung holt Greenpeace die Ãoebergabe morgen ab 15:00 nach – als vorläu-
figer Höhepunkt dieser `Tour de Bâle’

DSCF0100.JPG DSCF0102.JPG

Abgelegt unter Aktivitäten, Medienmitteilungen | Keine Kommentare

19. Oktober 2006Petitions-Ãoebergabe an Novartis und Syngenta in Basel – Bilder (update)

DSC00438.JPG DSC00464.JPG

DSC00441.JPG DSC00462.JPG

DSC00451.JPG DSC00458.JPG

Pressetext bei Greenpeace

Weitere Bilder gibt es auch im Flickr-Pool der Regru von Greenpeace.

Abgelegt unter Aktivitäten | Keine Kommentare

18. Oktober 2006Inter-Aktion zur Lancierung des Totalsanierungs-Spots auf dem E-Board

Ãoeber 1′300 Fotos und Sprüche innerhalb von drei Monaten – das ist schlichtweg gut für eine solche Fotopetition! Um eine Interaktion zwischen der Webplattform www.totalsanieren.ch und der Realität zu ermöglichen, hat Greenpeace kurzerhand Bilder und Sprüche aus dem virtuellen Raum in den Realraum der Basler Bahnhofshalle gebeamt. Vom 16.-23.Oktober zeigen wir dort ca alle 4min und insgesamt 1′600x einen Totalsanierungs-Spot (siehe Linkt). Darin zeigen wir einerseits die schiere Menge an Menschen, die in der Galerie auf www.totalsanieren.ch gepostet sind, andererseits zoomen wir auf ein Einzelbild und zeigen den dazugehörigen persönlichen Spruch. So kommen die Forderungen der eingezoomten Personen superdirekt, glasklar und persönlich rüber.

Zum Auftakt des Spots haben wir uns etwas einfallen lassen: Fünf Greenpeace-Aktivisten, ich inklusive, haben am Montag morgen den Spot mit einer Inter-Aktion lanciert. Vor dem Grossbildschirm mit dem laufenden Spot haben wir nochmals neue Fotos von PetitionärInnen gemacht mit dem Hinweis, dass ihr Bild in den kommenden Tagen auf dem Grossbildschirm erscheinen könnte. Für Greenpeace ist das eine Möglichkeit, den engagierten FotopetitionärInnen zu danken und ihrer Stimme nach Totalsanierungen zusätzliches Gewicht zu verleihen. Die Aktion verlief sehr gut – auch gestresste PassantInnen, die auf den Zug rennen mussten, sind kurz stehen geblieben und haben noch schnell ein Foto von sich machen lassen. Zum Beispiel Astrid W. mit ihrer 18 Monate alten Tochter (“Für eine saubere Zukunft – Sanierungen jetzt!”, siehe Bild). Und Dani E, schlichtweg “Chemiemüll weg”.

Die allermeisten, die wir angesprochen haben, auch die unterschiedlichsten Menschen, haben von der Sache schon gehört (wenn man in der Galerie rumsurft, wird einem das klar). Auch Medien kamen vor Ort und zeigten sich interessiert, was man mit neuen Medien (Web-Händi-EBoard-Bahnhof-etc.) alles machen kann (höre Interview auf Radio DRS).

Bild113.jpg
image-2.png
Es gab auch eine Interaktion unangenehmer Art – auch wir spürten den langen Arm und Schatten der übermächtigen Novartis: Kurz bevor der Spot hätte laufen müssen – die Filmmacher waren schon im Thermalbad! – mussten wir den Spot noch abändern – auf Geheiss der E-Boardfirma und der SBB mussten wir den Namen âEURzNovartisâEURoe tatsächlich herausnehmen. Eine “unzensurierte” Version findet sich aber unter hier.

Ãoebrigens: Die Petition wird am Donnerstag 19.10. bei den verantwortlichen Basler Chemiekonzernen durch Greenpeace zusammen mit Promis und Betroffenen eingereicht. Bitte Vormerken und kommen…

Mit interaktiven Grüssen
Matthias W

Abgelegt unter Aktivitäten, Allgemeine Infos | Keine Kommentare

15. Oktober 2006Giftcocktails vom Hexenmeister

DSCF0007.jpg“Abra – aqua – algebra”: Nun fährt die Greenpeace-Regionalgruppe Basel auch noch Zauberkraft auf, um die Totalsanierung der Giftmüllkippen ins Rollen zu bringen! Hunderte von Passanten haben am Vortag vom Freitag dem Dreizehnten nicht schlecht gestaunt, welch schrill-buntes Szenario sie da zum Besuch des Totalsanieren-Stands einlud. Mit “Giftcocktails” aus Chemiemüllfässern machten die AktivistInnen bei ihrer Aktion darauf aufmerksam, dass nicht nur von einzelnen Stoffen der auslaufenden Basler Deponien Gefahr ausgeht, sondern dass daraus ein noch bedrohlicheres Gesamtgebräu entstehen kann. DSCF0012.jpgUnd der Hexenmeister kommentierte süffisant: “Da oben in den Chefetagen, da träumt man nur von Geld und Gagen…”

U L i.

Abgelegt unter Aktivitäten | Keine Kommentare

6. September 2006Fotogene Sammelbienen

100_0479 klein.jpgSamstag, 2.9., irgendwo im Asphaltdschungel der wilden Basler Innenstadt. Unbarmherzig hämmern die Beats der “Jungle Street Groove”, heizen entweder kräftig ein oder lassen das Ende der Welt erahnen: Zumindest die Wettsteinbrücke wackelt gewaltig! Doch aus der manchmal bedrohlich wirkenden New-Age-Gesellschaft stechen auch ein paar ausgesprochene Lichtgestalten heraus. Wer sind sie? Marsianer, die gekommen sind, um sich neuen Sound hochzu”beamen”? Vier Engel für Charlie? Spontaner Besuch der Hygiene-Inspektion? Weit gefehlt: Es sind die fleissigen Sammelbienen der Basler Greenpeace-Regru, die auch hier wieder viele Unterschriften für “Totalsanieren” abholen kommen. Ob jung oder alt, Techno-Freak oder Kulturbanause – sauberes Trinkwasser geht alle an, und mit dem Basler Giftmüll soll sich nicht auch noch die nächste Beat-Generation herumschlagen müssen!

Dass die Mädels in ihren Overalls auch noch adrett anzuschauen waren, hat sich anscheinend schnell herum gesprochen. Jedenfalls fanden das “Baslerstab” und “Festzeit.ch”:

Link

U L i.

Abgelegt unter Aktivitäten | Keine Kommentare

21. August 2006Der erste Spatenstich…

Photo-0008.jpg…lässt zwar leider noch auf sich warten. Doch während sich die chemische Industrie zum Thema “Totalsanieren” weiter in Schweigen hüllt, trifft die Greenpeace-Regionalgruppe am Basler Barfüsserplatz auf viele betroffene BürgerInnnen, die am liebsten selber mit anpacken würden. Symbolisch wurde dort mit einem grossen Baustellenschild daran erinnert, dass das Giftmüllproblem leider nicht einfach im Sommerloch verschwunden ist. “Aufräumen jetzt!” lautet daher die Devise – hier am Barfi wie auch auf den auslaufenden Deponien!

Und das meint der “Baslerstab” zur gelungenen Aktion:

http://epaper.baslerstab.ch/sixcms/detail.php/19800/ep_pdf/pdf19800.pdf

U L i.

Abgelegt unter Aktivitäten | Keine Kommentare

3. Juli 2006Basler Altlasten Zeitung ist da!

Mit dem Nachweis von Deponie-Giften im Basler Trinkwasser wurde das Altlastenproblem von Novartis & Co. zu einem Trinkwasserproblem. Um die BaslerInnen zu informieren, hat ihnen heute Greenpeace eine «Basler Altlasten Zeitung» mit Fakten zu den auslaufenden Chemiemülldeponien zugestellt. Darin ist eine neuartige und technisch innovative Foto-Petition um die �-ffentlichkeit zu mobilisieren und von den verantwortlichen Firmen die Totalsanierung der Chemiemülldeponien zu fordern. Offizieller Petitions-Auftakt ist heute morgen ein Sammel-Event von Greenpeace vor dem Bahnhof Basel SBB.

Während die verantwortlichen Chemiekonzerne nach der Aufdeckung des Trinkwasserskandals noch immer schweigen und die Behörden die Giftfunde im Trinkwasser verharmlosen, mobilisiert Greenpeace nun die �-ffentlichkeit für die notwendige Totalsanierung der auslaufenden Chemiemülldeponien. Greenpeace AktivistInnen verteilen seit 7.00 Uhr morgens am Bahnhof Basel SBB die frisch gedruckte «Basler Altlasten Zeitung».

Die Aktionszeitung von Greenpeace für die Region Basel wurde an 120′000 betroffene Haushalte verschickt und beinhaltet alles, was zu einer guten Zeitung gehört: sorgfältig recherchierte Hintergründe und Kurzmeldungen, Experteninterviews und Porträts von Betroffenen, bis hin zum Chemiemanager-Comic und Deponien-Kreuzworträtsel. Auch neue Fakten kommen zum Vorschein �EUR” eine detaillierte Karte mit allen Chemiemüllstandorten zeigt auf, wie weit die Grund- und Trinkwasserverschmutzung in der Region Basel fortgeschritten ist �EUR” weitere Trinkwasserskandale bahnen sich an.

Hier gibts das PDF der Zeitung
Hier gibts den Petitionsbogen
Karte der Chemiemülldeponien

Abgelegt unter Aktivitäten, Allgemeine Infos, Medienmitteilungen, uncategorized | Keine Kommentare

27. Juni 2006Greenpeace fordert die sofortige Offenlegung

Zürich. Der Basler Trinkwasser-Skandal weitet sich aus. In der Muttenzer Trinkwasserversorgung am Auweg hat man – wie die Medien heute Morgen berichteten – ebenfalls gefährliche Chemikalien nachgewiesen. Mit dem Bagatellisieren und Verschweigen muss jetzt Schluss sein. Greenpeace fordert die sofortige und vollständige Offenlegung aller Muttenzer Daten und Schutzmassnahmen.

Greenpeace weist mit Empörung darauf hin, dass die gefundenen Substanzen teils in hohen Konzentrationen im Grundwasser um die Muttenzer Deponien Feldrebengrube und anderen Chemiemülldeponien von Novartis, Ciba, Syngenta & Co. bereits nachgewiesen wurden. Wie beispielsweise das Tegretol: das alte Novartis-Medikament findet man bei Deponien von Bonfol über Muttenz bis nach Riehen im Grund- und Trinkwasser!

Die jetzt bekannt gewordenen Resultate weisen auf weitere giftige Substanzen hin, die klar den Chemie-Deponien zuzuordnen sind: Neben dem Methansolfonanilid, einem Fungizid-Zwischenprodukt von Geigy, und den chlorierten Butadienen hat man gemäss Blick und Tagesanzeiger im Trinkwasser auch die typischen Chemikalien Hexachlorethan und 2,6-Dichloranilin nachgewiesen.

Matthias Wüthrich von Greenpeace kommentiert: �EURzWas muss noch alles kommen, bis die Verantwortlichen endlich zum Schutz der TrinkwasserkonsumentInnen handeln? Greenpeace fordert von der Chemie, den Behörden und den Trinkwasser-Versorgern die sofortige und vollständige Offenlegung aller Daten betreffend dem Trinkwasser in Muttenz und umfassende Trinkwasser-Schutzmassnahmen!”

Unterlagen, Foto/Video zum Thema unter: www.greenpeace.chhttp://www.greenpeace.ch/http://www.greenpeace.ch/

Abgelegt unter Aktivitäten, Allgemeine Infos, Forderungen, Medienmitteilungen | Keine Kommentare

Hilf mit!

Am 13. Juni 2x JA zu sauberem Trinkwasser! Gehören Sie auch zu den 200'000 BaslerInnen, die verschmutztes Wasser trinken? Machen Sie dem Gift aus Deponien ein Ende. So gewinne wir mit Ihnen:

Mobilisieren Sie Ihre Freunde - stimmen Sie alle ab! Sanieren Sie mit - Stimmen Sie ab!
Kontakt
Wollen Sie uns unterstützen oder haben Sie Fragen? Hier können Sie auch Plakate und T-Shirts bestellen, Spenden tätigen oder dem Komitee beitreten: info@totalsanieren.ch