13. Juni 2010Gemeinden wollen sichere Deponie- und Trinkwasser-Sanierungen

Die Gemeinden, die von den Chemiemülldeponien direkt betroffen sind, haben die Trinkwasserinitiative sowie den Gegenvorschlag, der nur dank den Initiativen zu Stande kam, angenommen. Das Komitee „Ja zu sauberem Trinkwasser“ nimmt von diesem positiven Abstimmungsresultat Kenntnis. Das Signal an die verantwortlichen Firmen der Basler Chemie ist klar: Gefährlicher Giftmüll in den Deponien und im Trinkwasser müssen entfernt werden, wie dies Regierungsrat Krähenbühl im Abstimmungskampf versprochen hat!

Ohne die Initiativen wären wir im Baselland nicht da, wo wir heute stehen: 19′441 oder 42% Baselbieterinnen und Baselbieter haben die Trinkwasserinitiative und 17′303 oder 37% haben die Initiativen „Chemiemüll weg“ angenommen. Der Gegenvorschlag, den es ohne Initiativen nicht gegeben hätte, wurde mit 70% gutgeheissen. Die Bevölkerung des Kantons Baselland hat mit der heutigen Abstimmung entschieden: Die Muttenzer Chemiemülldeponien müssen definitiv saniert werden, um damit eine nachhaltige Lösung für die folgenden Generationen zu erzielen.

Jürg Wiedemann, Landrat der Grünen und Mitinitiant der Initiativen kommentiert: „Das Komitee „Ja zu sauberem Trinkwasser“ fordert die Baselbieter Regierung auf, das während der Abstimmungskampagne von Regierungsrat Krähenbühl abgegebene Versprechen einzuhalten, den gefährlichen Chemiemüll auszuheben. Die Behörden sind aufgefordert, möglichst rasch unter Einbezug des Initiativkomitees und der Umweltorganisationen einen Aktionsplan für eine definitive Lösung zu erarbeiten, wie dies die betroffenen Gemeinden fordern. Das Baselbieter Parlament ist angehalten, den Entscheidungsprozess zu verfolgen und zu kontrollieren. Das Komitee fordert die Regierung zu-dem auf, das Trinkwasser aus der Muttenzer Hard mit einer mehrstufigen Aufbereitungsanlage von den giftigen Schadstoffen zu befreien, wie dies die betroffenen Trink-wasserkonsumentInnen unter anderem in Muttenz, Allschwil und Birsfelden fordern.“

Von den verantwortlichen Balser Chemiekonzerne fordert Matthias Wüthrich von Greenpeace: “Die Baselbieter Bevölkerung will eine definitive Lösung zum leidigen Deponie- und Trinkwasserproblem. Die Verursacher Syngenta, Ciba/Basf und Novartis müssen ihrer Verantwortung jetzt endlich nachkommen. Wir erwarten, dass die Chemiekonzerne die Sanierungen und die Trinkwasserreinigung bezahlen.“

Auskünfte vor Ort (Regierungsgebäude Baselland, Rathausstrasse 2, 2. Stock, Liestal) oder Tel:
Jürg Wiedemann, Landrat Grüne BL, 078 633 60 37
Martin Forter, Altlasten-Experte Komitee Sauberes Trinkwasser, 061 691 55 83
Matthias Wüthrich, Greenpea)ce, 044 447 41 31 (Umleitung, vor Ort)
Weitere Informationen unter www.totalsanieren.ch

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