10. Mai 2010Geht doch … «Basler Chemie lässt Le Letten totalsanieren»

Breaking news: Aller Giftmüll in den Deponien Le Letten und Römisloch im Elsass wird für 60 Mio. Franken ausgegraben! Das haben Novartis, Syngenta und Ciba/BASF jetzt bestätigt. Sie reden zwar von “nachhaltiger Sicherung” – doch weil sie damit “Totalsanierung” meinen, ist uns das recht! Und “freiwillig” heisst: der öffentliche Druck hat gewirkt – ohne gehts wohl auch in Muttenz nicht…

Die Schlagzeile aus der heutigen Ausgabe der Basler Zeitung lässt aufhorchen… Gestern wurde in Mulhouse (F) das Sanierungsprojekt der Deponie Le Letten vorgestellt, gleich an der Schweizer Grenze bei Schönenbuch(BL). Und siehe da:

Novartis, Syngenta und BASF (vormals Ciba) könnnen ja doch, “ausschliesslich zu Lasten der Trägerfirmen” - also vollständig auf eigenene Kosten - ”alle Schadstoffe entfern[en], das heisst sämtliche Abfälle und das darunter gemischte Material aush[eben] - also Totalsanieren, indem die gefährlichen Giftstoffe vollständig beseitigt werden.

Wogegen sich die Firmen in Muttenz vorläufig noch sträuben, wird in Le Letten, gleich an der Grenzen zu Basel-Land, vorgemacht: die Totalsanierung auf Kosten der Verursacher. Genau das will die Inititive.

Deshalb: was in Le Letten gut ist, soll in Muttenz erst recht gelten. Mit 2xJa am 13. Juni können die Baselbieter dem nachhaltig Nachdruck verleihen.

Allerdings besteht im Le Letten Totalsanierungsprojekt Nachbesserungsbedarf beim Trinkwasserschutz während der geplanten Sanierung. Er muss besser abgesichert werden, als bisher geplant von Novartis, Syngenta und BASF. Damit es gut, recht und auch möglichst sicher ist.

Auch deshalb erst recht 2xJa am 13 . Juni, damit Behörden das richtige Mandat bekommen, um die Totalsanierungen effektiv voranzutreiben und wachsam zu schauen, ob bei den Sanierungen dann auch ja alles sauber und sicher vonstatten geht.

Daraus noch eine Quizfrage:

GI DRB, also Novartis, Syngenta, BASF schreiben betreffend Letten und Römisloch:
“Es ging und geht von der Deponie Le Letten [und Römisloch] keine Gefährdung für Mensch und Umwelt aus. Auch die Trinkwasserfassungen der Umgebung Le Letten [und Roemisloch] waren und sind nicht betroffen. Dennoch plant die GI DRB, die Deponie nachhaltig zu sichern, in dem alle Schadstoffe entfernt, das heisst sämtliche Abfälle und das darunter gemischte Material aufgehoben werden. Die nachhaltige Sicherung ist eine freiwillige Massnahme, die ausschliesslich zu Lasten der Träger firmen der GI DRB geht.”

Daraus folgt: Totalsanierung heisst jetzt “nachhaltige Sicherung”. Alles klar!

Doch wenn totalsaniert wird auf Firmenkosten, auch wenn angeblich keine Gefährdung für Mensch und Umwelt besteht UND Trinkwasserfassungen nicht betroffen sind, …
was müssten denn passieren, wenn Gefährdung für Mensch und Umwelt besteht UND Trinkwasserfassungen betroffen sind … ?

Müssten sie nicht logischerweise auch in Muttenz eine Totalsanierung vorantreiben? ;-)

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