4. Februar 2008Angriff auf den Trinkwasserschutz: Wie Novartis Versprechen umsetzt

Was tut Novartis, wenn sie etwas verspricht? Logisch: Sie hält ihr Versprechen – auf ihre Art:

Ex-Novartis-Mann und -Nationalrat Randegger lancierte Initiative zur Verwässerung des Wasserschutzes:

  • Ausführlicher Artikel im Tages-Anzeiger (pdf)
  • … und plötzlich nicht mehr verantwortlich (Medieninformation des Gemeinderates Allschwil)
  • Reaktion der SP
  • Oktober 2006: Ãoebergabe der Totalsanierungs-Petition an Novartis. 10000 Menschen verlangen die Totalsanierung der Basler Deponien. Herr Plüss, Leiter Novartis Schweiz wirkt ernsthaft und erklärt, die Angelegenheit sei wichtig. Es bestehe aber kein unmittelbarer Handlungsbedarf in den nächsten 2-4 Monaten. Er bittet darum, seiner Firma diese Zeit zu geben.

    Januar 2007: Johannes Randegger, der Chemische Nationalrat, lanciert eine Interpellation. Diese verlangt, dass die gültige Altlastenverordnung verwässert werden soll. Nach gültiger Altlastenverordnung sind Chemiemüll-Deponien sanierungsbedürftig, wenn Chemische Substanzen daraus im Trinkwasser gefunden werden. Herr Randegger findet das nicht korrekt und verlangt Grenzwerte für chemische Substanzen im Trinkwasser. Wenn also eine Deponie nur wenige Löcher aufweist, müsste sie NICHT saniert werden, auch wenn man annehmen kann, dass die Deponie weiterhin auslaufen wird. Nach der Logik Randegger würde erst dann saniert, wenn der Schaden gross genug ist und also die Grenzwerte überschritten würden.

    Die Basler Chemische Industrie hat also Wort gehalten. Innerhalb des von Herrn Plüss genannten Zeitraums wurde, mittels der Interpellation Randegger, eine Lösung vorgeschlagen. Eine billige Lösung. Billig: Im wahrsten Sinne des Wortes.

    Reaktionen auf die Interpellation:

  • Ausführlicher Artikel im Tages-Anzeiger (pdf)
  • … und plötzlich nicht mehr verantwortlich (Medieninformation des Gemeinderates Allschwil)
  • Reaktion der SP
  • Abgelegt unter Chemie-Probleme, Fakten | Keine Kommentare

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