Die Gemeinde Muttenz hat vergangene Woche über die Ergebnisse ihrer Trinkwasseruntersuchung vom Juli 2006 orientiert. Das toxikologische Gutachten des Bundesamts für Gesundheit (BAG) kommt zum Schluss, “dass die identifizierten Substanzen in den vorgefundenen geringen Konzentrationen kein erkennbares gesundheitliches Risiko in sich bergen.” Greenpeace begrüsst die Veröffentlichung der Ergebnisse und insbesondere das Versprechen, weitere Untersuchungen folgen zu lassen und die vorhandenen Wissenslücken zu beheben. Wir weisen mit Nachdruck darauf hin, dass dieses Resultat als Momentaufnahme eingestuft werden muss. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Umgebungsbelastung einer Deponie konstant bleibt. Wiederholte Messungen sind unabdingbar. Alle gefundenen, aber bisher nicht identifizierten Chemikalien müssen identifiziert werden. Die Trinkwasserverschmutzung muss behoben werden.
In der Mitteilung der Gemeinde wird weiter erklärt, dass “eine Kombinationswirkung zwischen einzelnen Stoffen ausgeschlossen werden kann.” Diese Feststellung ist keineswegs unumstritten.
Bei den im Bericht erwähnten vier nicht identifizierten Substanzen sind wir gespannt auf die endgültigen Befunde.
Trotz solchen offenen, technischen Fragen, bleibt Greenpeace der Ãoeberzeugung, dass die gefundenen gefährlichen Chemikalien nichts im Trinkwasser zu suchen haben. Wir fordern unverändert, dass endlich die Trinkwasseraufbereitung (z.B. Aktivkohlenfilter) und dann die Totalsanierung auf Kosten der Verursacher Novartis, Syngenta, Ciba & Co. umgesetzt werden, damit das Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung endlich vom Tisch kommt.
Link zur Medienmitteilung der Gemeinde Muttenz und den Untersuchungsberichten
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