14. Juni 2007Rekurs gegen mangelhaften Bonfol-Sanierungsplan

Für eine saubere und sichere Totalsanierung
Greenpeace rekurriert gegen mangelhaften Bonfol-Sanierungsplan

Delémont/Zürich. Aufgrund der gravierenden Mängel im BCI-Sanierungsplan für Bonfol (Plan Spécial) legt Greenpeace beim Verwaltungsgericht des Kantons Jura Rekurs ein. Greenpeace kann nicht verantworten, dass infolge des chaotischen Verfahrens zentrale Mängel im Projekt nicht behoben werden. Ohne garantierte Korrekturen könnte die BCI-Sanierung schwerwiegende Folgen für Mensch und Umwelt haben. Greenpeace und das Collectif Bonfol fordern, dass die schlimmen technischen Mängel rasch behoben werden.

Greenpeace, Pro Natura, WWF, UNIA und Les Verts de France haben sich seit Jahren mit allen zur Verfügung stehenden, konstruktiven Mitteln für eine saubere, sichere und möglichst rasche Totalsanierung der Deponie eingesetzt âEUR” dank uns wird die marode Chemiemülldeponie Bonfol überhaupt totalsaniert. Doch auch nach jahrelanger Diskussion, in denen wir mit qualifizierten Expertisen das Projekt in verschiedenen Punkten verbessern konnten, hat die bci (Novartis, Roche, Ciba, Syngenta & Co.) einen technisch mangelhaften Sanierungsplan eingereicht, gegen den die NGOs im Dezember 2006 begründeten Einspruch erheben mussten. Weil die Vollzugsbehörde unseren Einspruch rundweg abgelehnt hat, sieht sich Greenpeace jetzt gezwungen, beim Verwaltungsgericht des Kantons Jura Rekurs einzulegen. Greenpeace kann nicht verantworten, dass infolge des chaotischen Verfahrens zentrale Mängel im Projekt nicht behoben werden. Ohne garantierte Korrekturen könnte die BCI-Sanierung schwerwiegende Folgen für Mensch und Umwelt haben.

Die wichtigsten Kritikpunkte am aktuellen BCI-Sanierungsplan sind:
- Die Ziele der Altlastensanierung sind unklar formuliert. Es ist zu befürchten, dass die Deponie auch nach einer Sanierung eine sanierungsbedürftige Altlast bleibt.
- Es fehlen Massnahmen, um Schadstoffaustritte in die Luft, den Boden und das Grundwasser zu verhindern. Zudem erfasst die BCI mit ihren Analysemethoden die Vielfalt der gefährlichen Chemikalien und deren Emissionen nicht.
- Der Umweltverträglichkeitsbericht (NIE) als integraler und für Umwelt, Arbeitssicherheit und Gesundheit zentraler Bestandteil des Plan Spécials lässt grundlegende Fragen unbeantwortet.

Der Kanton Jura scheint den bci-Druckversuchen nachgegeben zu haben, indem er die Beantwortung von zentralen Fragen schrittweise vom Sanierungsprojekt auf den Plan Special, auf das Bauprojekt, auf den Baubeginn und schliesslich wohl auf niemals zu verschieben droht. Das Collectif Bonfol fordert deshalb per Gerichtsbeschluss Garantien, dass die gravierenden Mängel in den Bereichen Luft, Boden, Wasser und Analytik zwingend behoben werden und die Sanierung schnellstmöglich beginnen kann. Matthias Wüthrich von Greenpeace meint: âEURzWir lassen uns von Kanton und BCI nicht als Alibi für eine gefährliche Bonfol-Sanierung missbrauchen, sondern wollen eine saubere, sichere und möglichst schnelle Totalsanierung. Wir brauchen jetzt Garantien, dass die BCI-Sanierung nicht zum Desaster wird.âEURoe

Hier die Stellungnahme als Download:
Rekurs Plan Special (PDF)

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