12. April 2007…hinter den sieben Bergen im Baslerland

Aus Anlass des Wettbewerbs âEURzGiftzwerg des JahresâEURoe, welcher diese Woche knapp 2000 Mal als Werbespot auf dem Grossbildschirm im Basler Bahnhof läuft, waren heute zwischen 10.00-11.00 Uhr VertreterInnen von GRB vor dem Grossbildschirm im Basler Bahnhof vor Ort und informieren über den Wettbewerb und den neusten Stand bei der Deponie Le Letten.

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Weil die 7 Chemiefirmen hinter den 7 Basler Bergen ihre (mindesten 7) Deponien immer noch nicht totalsanieren, lanciert Greenpeace den Award âEURzGiftzwerg des JahresâEURoe, welcher per Spot auf dem Grossbildschirm im Basler Bahnhof läuft. Bis zum 15. April kann die Ã-ffentlichkeit aus 7 von KünstlerInnen gefertigten Skizzen unter www.totalsanieren.ch den âEURzGiftzwerg des JahresâEURoe auswählen. Der Giftzwerg mit den meisten Stimmen wird von den KünstlerInnen nachgebaut.

Die Aktion kommt nicht von ungefähr: Die Basler Chemie hat bei der Elsässer Deponie Letten etappenweise über 1000 Tonnen Chemiebelastetes Material ausgehoben und will jetzt frische Erde in die alte Grube kippen. Doch in der Grube stinkts noch immer nach Chemie âEUR” Giftmüll ragt aus dem Grubenboden und den Seitenwänden heraus. Bevor ein neuer Deckel die Grube verschliesst, muss aller Giftmüll ausgegraben sein, fordert Greenpeace. Und lanciert deshalb den âEURzGiftzwerg des JahresâEURoe-Preis.

Ginge es nach der Vorstellung von Novartis, Roche, Ciba, Syngeta & Co., resp. ihrer IGDRB, bekäme die Letten-Giftmüllgrube einen neuen Deckel verpasst ohne dass aller Giftmüll ausgegraben ist. Doch Greenpeace wehrt sich vehement dagegen, dass alter Giftmüll unter einem neuen Deckel bleiben soll. Seit Wochen regelmässig patrouillierend vor Ort, stellt die Umweltorganisation erneut einen Misstand fest: In der Grube stinkts noch immer nach Chemie. Brocken von Giftmüll von grau bis blau ragen aus dem Grubenboden und den Seitenwänden heraus.
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Matthias Wüthrich von Greenpeace Schweiz meint: âEURzBevor ein neuer Deckel die Grube verschliesst, muss aller Giftmüll ausgegraben sein.âEURoe
Greenpeace Schweiz und Greenpeace Frankreich haben gemeinsam per Rechtsschreiben bei den verantwortlichen französischen Präfekturbehörden interveniert. âEURzUmfassende Boden- und Luftanalysen aus den Seitenwände und dem Grubenboden müssen zeigen, ob aller Chemiemüll draussen ist âEUR” die Analyseergebnisse sollen veröffentlicht und von unabhängigen Experten bestätigt werdenâEURoe, führt Wüthrich aus.

Im Letten, wo gemäss neusten Zahlen mindestens 4′000 Tonnen Giftmüll liegen, haben ja Novartis, Roche, Ciba, Syngenta & Co. via ihre IGDRB seit dem 12. März etappenweise über 1000 Tonnen Chemikalien belastetes Material ausgehoben âEUR” ohne Teilsanierungsbewilligung und ohne jegliche Vorsichtsmassnahmen für Mensch und Umwelt. Wegen der Verschmutzungsgefahr fürs Grund- und Trinkwasser sahen sich die Gemeinden Allschwil und Schönenbuch auf Schweizer Seite gezwungen, ihre Trinkwasserbrunnen im Einzugsgebiet der Chemiemülldeponie vorübergehend stillzulegen.

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