Die Gemeinde Allschwil BL hat angeordnet die
Trinkwasserquellen in der Nähe der Deponie “Le Letten” bei Schönenbuch per sofort, befristet stillzulegen. Sie wirft den VertreterInnen von Novartis, Ciba und Syngenta unprofessionelles Arbeiten vor und erwägt Schadenersatzforderungen
Deutlicher hätte das Communiqué nicht ausfallen können: “Aufgrund des unprofessionellen Vorgehens sieht sich der Gemeinderat Allschwil gezwungen, als Präventivmassnahme zum Schutz der Allschwiler Bevölkerung die Trinkwassergewinnung in Schönenbuch vorübergehend einzustellen und die ganze Gemeinde mit Wasser der Industriellen Werke Basel IWB zu versorgen.”
An der Pressekonferenz in Allschwil BL heute Vormittag erklärte der Gemeindepräsident, Toni Lauber, die IGDRB (VertreterInnen von Novartis, Ciba, Syngenta, Roche…) hätten eine “unprofessionelle Teilsanierung” mit Unterschätzung des Gefahrenpozenzials unternommen. Allschwil wolle nicht warten bis das Gift im Trinkwasser sei. Deshalb sei diese vorsorgliche Massnahme notwendig. Das Vertrauen in die Chemiefirmen hat gemäss Gemeindepräsident, Toni Lauber stark gelitten und die Verärgerung gegenüber der IGDRB ist gross. Die Präventive Massnahme sei auch ein deutliches Zeichen, dass die Gemeinde Allschwil “nicht mit sich spielen lässt”. Es wird erwogen, Schadenersatz-Forderungen gegenüber der Chemischen Industrie zu stellen.
Greenpeace begrüsst die vorsorgliche Massnahme zum Schutz der Bevölkerung und teilt die Bedenken der Gemeinde. Chemie-Kampagner Matthias Wüthrich: “Novartis, Ciba und Syngenta müssen jetzt mit sauber geplanten Totalsanierungen das leidige Altlastenproblem lösen und verlorenes Vertrauen wettmachen.”
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Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Matthias Wüthrich, Greenpeace Chemiekampagne, +41 44 447 41 31
Michael Tanner, Greenpeace Totalsanieren-Koordination, +41 61 421 81 31
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Download:
Medienmitteilung der Gemeinde Allschwil
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