15. März 2007Gründlich misslungener Spatenstich zur Totalsanierung!

Greenpeace-Memo 14. März 2007

Gründlich misslungener Spatenstich zur Totalsanierung! –
Greenpeace fordert sauber geplante Totalsanierung.

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Den Medien, die gestern anlässlich der Besichtigung zur Deponie Le Letten gekommen sind, habe ich folgendes Memo abgegeben:

Novarts, Ciba, Syngenta & Co. wollten den bei der Elssser Chemiemülldeponie Letten zutage getretenen Giftmüll möglichst schnell und leise zum Verschwinden bringen lassen. Stattdessen öffnete die von den Chemiefirmen beauftragte IGDRB mit ihrer ungeplanten, fahrlässigen und dilettantischen Herangehensweise die Deponie und setzte Arbeiter, Mensch und Umwelt ungeschützt einem Risiko aus.

So haben wir uns den ersten Spatenstich zur Totalsanierung der maroden Chemiemülldeponie Letten nicht vorgestellt. Greenpeace fordert nun ein Ende solcher gefährlichen Spontiaktionen (sofortiger Baustopp) und fordert eine sauber geplante Totalsanierung der gesamten Deponie Letten. Der erste Spatenstich zur Deponie-Totalsanierung war ungewollt, dilettantisch und gefährlich – bevor jetzt im Letten weitergearbeitet werden kann, müssen Novartis, Ciba, Syngeta & Co. folgendes garantieren:

  • Der Personenschutz muss mit absoluter Priorität gewährleistet werden, resp. umfassende Sicherheitsvorkehrungen für den Arbeiterschutz getroffen werden (z.B. Filtermasken, welche nicht alle austretenden Chemikalien herausfiltern, sind genügen nicht).
  • Die giftigen Deponiegase müssen abgefangen werden, resp. Emissionen in die Luft müssen unterbunden werden (dazu braucht es nötige Infrastruktur wie Absaugvorrichtung, hermetische Zelte und Abluftreinigung).
  • Beim Ausgraben des Chemiemülls muss sichergestellt werden, dass Chemikalien nicht zusätzlich mobilisiert werden und ins Grund- und Trinkwasser gelangen. Der Giftabfall darf nicht zerdrückt und intakte Behälter nicht angestochen werden.
  • Die Deponie muss im Rahmen der Totalsanierung detailliert untersucht werden. Die historischen Abklärungen müssen vervollständigt und der Perimeter der Deponie sauber abgeklärt werden (z.B. mittels Geoelektrischer Methoden).
  • Abgelegt unter Chemie-Probleme, Fakten, Forderungen | Keine Kommentare

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