8. Februar 2007Isaac Reber zum Thema Deponien und Trinkwasser

Nachdem wir die Meinung aller KandidatInnen “unsere(r) starke(n) Regierung” abgehandelt haben wenden wir uns nun dem Grünen Kandidaten Herrn Isaac Reber zu:

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Zusammenfassung der Antworten

Herr Reber

  • findet die Trinkwasserbelastung problematisch
  • befürwortet Sofortmassnahmen zum Trinkwasserschutz
  • befürwortet die Totalsanierung der auslaufenden Chemiemüll-Deponien
  • Will sich im Wahlkampf und darüber hinaus für die Umsetzung der Sofortmassnahmen zum Trinkwasserschutz einsetzen.
  • Antworten im Detail

    Trinkwasserbelastung problematisch

    Herr Reber findet die Trinkwasserbelastung problematisch. Im Juni 2006 hat Greenpeace im Trinkwasser aus der Muttenzer Hard, woher über 100′000 Menschen aus Stadt und Agglomeration Basel ihr Trinkwasser beziehen, typische Deponie-Chemikalien nachgewiesen. Herr Reber schreibt: “Chemikalien gehören nicht ins Trinkwasser, das Gefahrenpotential soll weitgehend verbannt werden.”

    Sofortmassnahmen notwendig

    Herr Reber verlangt folgende Sofortmassnahmen zum Schutz des Trinkwassers:

  • Sofortige Offenlegung aller bisherigen Trinkwasseranalysen der Basler Chemischen Industrie, der Hardwasser AG, der IWB, des AUE BL, des kantonalen Laboratoriums BL sowie der Gemeinde Muttenz
  • Sofortige Massnahmen zum Schutz des Basler Trinkwassers vor dem Chemiemüll aus den Deponien (z.B. mittels verfügberen Aktivkohlefilter).
  • Sofortige, systematische Untersuchungen der einzelnen Trinkwasserbrunnen in der Muttenzer Hard mittels Screening-Analysen von Sammelproben.
  • Diese Massnahmen sollen auf Kosten der Verursacher Novartis, Ciba, Syngenta und Clariant gehen, die die Ã-ffentlichkeit mit ihren auslaufenden Deponien jahrzehntelang einem Risikko aussetzen.
  • Herr Reber wirft die Frage der Mitverantwortlichkeit von Deponieeigner / Bewilligungsbehörden auf. Im übrigen sei das Verursacherprinzip anzuwenden.

    Totalsanierung Margelacker, Feldreben und Rothausstrasse notwendig

    Herr Reber befürwortet die Totalsanierung der auslaufenden Chemiemülldeponien (Entfernung der umweltgefährdenden Chemieabfälle, Dekontamination gemäss Altlastenverordnung Art. 16a). Je schneller die Deponien Margelacker, Feldreben und Rothausstrasse saniert würden, desto besser sei es. Schliesslich befänden sich die Verursacher derzeit in guten wirtschaftlichen Verhältnissen.

    Einsatz für Sofortmassnahmen zum Trinkwasserschutz

    Isaac Reber ist bereit, sich im Rahmen seines Wahlkampfes und darüber hinaus für die Umsetzung der Sofortmassnahmen zum Trinkwasser-Schutz einzusetzen. Er ist zudem Mitglied des Forums besorgter TrinkwasserkonsumentInnen (FbTK).

    Fazit

    Aus den Aussagen Herrn Rebers ist klar ersichtlich, wie wichtig ihm das Anliegen der Totalsanierung und damit einer Verbesserung des Trinkwasser-Schutzes sind. Er befürwortet die Massnahmen gemäss Verursacherprinzip mit Einbezug weiterer Verantwortlichen.

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