1. Februar 2007Jörg Krähenbühl zum Thema Totalsanieren und Trinkwasser

Serie Wahlen Baselland: Was meinen die Baselländischen Regierungsrats-KandidatInnen zum Thema Trinkwasser und Chemiemüll?

Heute nehmen wir die Antworten von Regierungsrats-Kandidat Jörg Krähenbühl unter die Lupe:

kraehenbuehl_svp.thumbnail.jpg

Zusammenfassung der Antworten:

Herr Krähenbühl

  • findet NICHT, dass die Trinkwasserbelastung problematisch sei
  • befürwortet KEINE der vorgeschlagenen Sofortmassnahmen
  • befürwortet jetzt NICHT die Totalsanierungen
  • will sich NICHT für die vorgeschlagenen Sofortmassnahmen
    engagieren, weder im Wahlkampf noch darüber hinaus.
  • Details zu den Antworten:

    Belastetes Trinkwasser

    Herr Krähenbühl findet dieTrinkwasser-Belastung mit Deponie-Chemikalien, die Greenpeace im Juni 2006 nachgewiesen hat, unproblematisch. Er meint, dass in der Vergangenheit noch nie gesetzliche Höchstwerte überschritten worden seien.

    Er weist darauf hin, dass wegen der Industrialisierung “in der engräumigen Schweiz” sowieso “Verschmutzungen in die Grundwässer gelangt sind und noch immer gelangen”. Es sei “eines der grossen Ziele der Altlastenbearbeitung, in den kommenden Jahren diese Belastungen zu reduzieren”. Zu bemerken ist, dass Herr Krähenbühl NICHT schreibt, ob das auch eines SEINER Ziele sei.

    Sofortmassnahmen zum Schutz des Trinkwassers

    Herr Krähenbühl findet es brauche jetzt KEINE Sofortmassnahmen zum Trinkwasserschutz.

    Das bedeutet:

  • KEINE sofortige Offenlegung aller bisherigen Trinkwasseranalysen der Basler Chemischen Industrie, der Hardwasser AG, der IWB, des AUE BL, des kantonalen Laboratoriums BL sowie der Gemeinde Muttenz.
  • Er schreibt , dass “(…)die Resultate der Trinkwaseranalysen jederzeit für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung” ständen.

  • KEINE Sofortige Massnahmen zum Schutz des Basler Trinkwassers vor dem Chemiemüll aus den Deponien (also z.B. KEIN Einsatz der verfügbaren Aktivkohlefilter)
  • KEINE Sofortige, systematische Untersuchungen der einzelnen Trinkwasserbrunnen in der Muttenzer Hard mittels Screening-Analysen von Sammelproben. Dies sei deahalb nicht nötig, weil das bereits “erfüllt sei und konsequent werterverfolgt” würde.
  • Die Kostenübernahme für “zusätzliche Analysen” müssten bilateral zwischen der Hardwasser AG und der IGDRB ausgehandelt werden. Er befürwortet eine Kostenbeteiligung [von Novartis, Ciba, Syngenta und Clariant].

  • Gegen Totalsanierungen

    Herr Krähenbühl befürwortet “zum heutigen Zeitpunkt” NICHT eine Totalsanierung der auslafenden Chemiemülldeponien.

    Zum heutigen Zeitpunkt hätten die Untersuchungen “noch keinen zweifelsfreien Zusammenhang zwischen den im Trinkwasser der Hardwasser AG gefundenen Substanzen und den im direkten Abstrom der Deponiestandorte nachgeweisenen Stoffen” aufgezeigt.

    Für die Kontamination kämen verschiedenste Quellen in Frage. Eine Sanierung käme dann in Frage, wenn der Zusammenhang zwischen einzelnen Deponiestandorten und dem Grundwasser in der Hard eindeutig nachgewiesen sei. Legitim sei aber auch alleine eine “Sicherung” der Deponien.

    Kein Engagement im Rahmen des Wahlkampfes oder darüber hinaus für Sofortmassnahmen

    Weil Herr Krähenbühl keine Notwendigkeit zu Sofortmassnahmen sieht, ist es naheliegend, dass er sich auch nicht dafür einsetzen möchte. Massnahmen müssten dann “selbstverständlich getroffen werden”, wenn sich “im Verlauf des Monitorings Probleme zeigen”, was er nicht erwarte.

    Fazit

    Jörg Krähenbühl findet, die Vorgangsweise solle wie bisher weitergeführt werden. Er möchte jetzt NICHT Totalsanierungen an die Hand nehmen. Wenn es nach ihm gienge, sollte weiter gemessen werden, bis alle Resultate (allenfalls) “zweifelsfrei” dafür sprächen, dass eine Sanierung notwendig ist.

    Abgelegt unter Meinungen, Wahlen_Baselland | Keine Kommentare

    Keine Kommentare

    Es gibt noch keine Kommentare.

    RSS Feed für die Kommentare dieses Posts. TrackBack URI

    Einen Kommentar abgeben

    Mit * gekenntzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden!

    Hilf mit!

    Am 13. Juni 2x JA zu sauberem Trinkwasser! Gehören Sie auch zu den 200'000 BaslerInnen, die verschmutztes Wasser trinken? Machen Sie dem Gift aus Deponien ein Ende. So gewinne wir mit Ihnen:

    Mobilisieren Sie Ihre Freunde - stimmen Sie alle ab! Sanieren Sie mit - Stimmen Sie ab!
    Kontakt
    Wollen Sie uns unterstützen oder haben Sie Fragen? Hier können Sie auch Plakate und T-Shirts bestellen, Spenden tätigen oder dem Komitee beitreten: info@totalsanieren.ch