Petitionsnachreichungen bei Clariant, Rohner und SF-Chem
Basel. Greenpeace-AktivistInnen sind heute bei Clariant, Rohner und
SF-Chem im Stundentakt per E-Bike vorgefahren, um die `Petition zur
Totalsanierung der Chemiemülldeponien in der Region Basel’ nachträg-
lich einzureichen. Die drei Basler Chemiefirmen haben es vor einem
Monat versäumt, die von über 10′000 Menschen unterzeichnete Petition
persönlich entgegen zu nehmen. Am Mittwoch ist Roche als letzter
Konzern an der Reihe.
Mit einer Tour de Bâle per E-Bike haben Greenpeace-AktivistInnen bei
Clariant, Rohner und SF-Chem die vor einem Monat verschmähte Total-
sanierungs-Petition direkt an deren Hauptsitz abgeliefert.
Bei SF-Chem und Rohner nahmen die CEOs Ueli Roost und Daniel Pedrett
die Petition entgegen, bei Clariant war es der Clariant Schweiz-
Leiter Armin Meile. Die heutigen Reaktionen der drei verschiedenen
Chemie-Unternehmen waren jedoch weitgehend alle gleich: Niemand
wollte angeben, wie gross die spezifische Verantwortung der Firmen
für die verschiedenen Chemiemülldeponien ist. Man fühle sich durch
die sog. Interessensgemeinschaft Deponiesicherheit Regio Basel
(IGDRB) gut vertreten und stehe voll hinter deren Altlasten-
Aussagen, explizit auch bezüglich Trinkwassergefährdung.
Das ist sossend: im Sommer hatte Greenpeace mit eigenen Laboranaly-
sen nachgewiesen, dass Deponie-Chemikalien das Basler Trinkwasser
belasten. Anstatt die Petition anlässlich der offiziellen Petitions-
einreichung vom 19. Oktober persönlich entgegen zu nehmen, liessen
die Geschäftsleiter der verantwortlichen Chemiekonzerne via ihre
Interessensgemeinschaft Deponiesicherheit Regio Basel (IGDRB) ledig-
lich verlauten, es gäbe keine Hinweise auf eine Gefährdung des
Trinkwassers – dieses Pauschal-Dementi ist angesichts der gegentei-
ligen Fakten nicht haltbar. Die Geschäftsleiter der drei Chemiefir-
men müssen jetzt mit Totalsanierungen beweisen, dass sie die berech-
tigten Trinkwasser-Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen.
Auch Roche hatte die von über 10′200 Menschen unterzeichnete Petiti-
on bisher nicht entgegen nehmen wollen. Mit prominenter Unterstüt-
zung holt Greenpeace die Ãoebergabe morgen ab 15:00 nach – als vorläu-
figer Höhepunkt dieser `Tour de Bâle’
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