Die Gemeindeversammlung traut der Chemie und den Behörden nicht – sie will eine eigene, mehrstufige Reinigungs-Anlage für ihr Trinkwasser!
Die Versammlung zieht eine eigene Trinkwasserproduktion einer Wasserversorgung durch die Hardwasser AG vor. Sie stimmt einem Planungskredit für eine dreistufige Wasseraufbereitungsanlage für 16,5 Millionen Franken zu. Das bürgerliche Lager brachte eine dritte Variante ins Spiel, kam aber damit nicht durch.
Trotzdem sind die Initiativen ein grosser Erfolg: Nur dank uns gab es einen Gegenvorschlag, der mit allen Versprechungen der Regierung während des Abstimmungskampfes viel mehr ist als der Status Quo.
Die betroffenen Gemeinden Allschwil, Muttenz, Birsfelden haben zudem ein klares Signal gesetzt: Wir wollen klare Lösungen – der gefährliche Chemiemüll muss raus!”
Mit bis zu 56% Ja Stimmen zur Trinkwasserinitiative stechen die Resultate der betroffenen Gemeinden Allschwil Birsfelden und Muttenz gegenüber dem kantonalen Abstimmungsresultat deutlich hervor. Die Solidarität zwischen den Gemeinden ist nicht da.
Während dem sich die Mehrheit des Kantons mit dem Gegenvorschlag zufrieden gibt, und die Initiativen deutlich ablehnt, wollen die direkt betroffenen Menschen eine Totalsanierung der Deponien und die Kostenübernahme der Verursacher.Dazu gibts eine angeregte Diskussion auf der Baz-Online.
Die Gemeinden, die von den Chemiemülldeponien direkt betroffen sind, haben die Trinkwasserinitiative sowie den Gegenvorschlag, der nur dank den Initiativen zu Stande kam, angenommen. Das Komitee „Ja zu sauberem Trinkwasser“ nimmt von diesem positiven Abstimmungsresultat Kenntnis. Das Signal an die verantwortlichen Firmen der Basler Chemie ist klar: Gefährlicher Giftmüll in den Deponien und im Trinkwasser müssen entfernt werden, wie dies Regierungsrat Krähenbühl im Abstimmungskampf versprochen hat!
Ohne die Initiativen wären wir im Baselland nicht da, wo wir heute stehen: 19′441 oder 42% Baselbieterinnen und Baselbieter haben die Trinkwasserinitiative und 17′303 oder 37% haben die Initiativen „Chemiemüll weg“ angenommen. Der Gegenvorschlag, den es ohne Initiativen nicht gegeben hätte, wurde mit 70% gutgeheissen. Die Bevölkerung des Kantons Baselland hat mit der heutigen Abstimmung entschieden: Die Muttenzer Chemiemülldeponien müssen definitiv saniert werden, um damit eine nachhaltige Lösung für die folgenden Generationen zu erzielen.
Jürg Wiedemann, Landrat der Grünen und Mitinitiant der Initiativen kommentiert: „Das Komitee „Ja zu sauberem Trinkwasser“ fordert die Baselbieter Regierung auf, das während der Abstimmungskampagne von Regierungsrat Krähenbühl abgegebene Versprechen einzuhalten, den gefährlichen Chemiemüll auszuheben. Die Behörden sind aufgefordert, möglichst rasch unter Einbezug des Initiativkomitees und der Umweltorganisationen einen Aktionsplan für eine definitive Lösung zu erarbeiten, wie dies die betroffenen Gemeinden fordern. Das Baselbieter Parlament ist angehalten, den Entscheidungsprozess zu verfolgen und zu kontrollieren. Das Komitee fordert die Regierung zu-dem auf, das Trinkwasser aus der Muttenzer Hard mit einer mehrstufigen Aufbereitungsanlage von den giftigen Schadstoffen zu befreien, wie dies die betroffenen Trink-wasserkonsumentInnen unter anderem in Muttenz, Allschwil und Birsfelden fordern.“
Von den verantwortlichen Balser Chemiekonzerne fordert Matthias Wüthrich von Greenpeace: “Die Baselbieter Bevölkerung will eine definitive Lösung zum leidigen Deponie- und Trinkwasserproblem. Die Verursacher Syngenta, Ciba/Basf und Novartis müssen ihrer Verantwortung jetzt endlich nachkommen. Wir erwarten, dass die Chemiekonzerne die Sanierungen und die Trinkwasserreinigung bezahlen.“
Auskünfte vor Ort (Regierungsgebäude Baselland, Rathausstrasse 2, 2. Stock, Liestal) oder Tel:
Jürg Wiedemann, Landrat Grüne BL, 078 633 60 37
Martin Forter, Altlasten-Experte Komitee Sauberes Trinkwasser, 061 691 55 83
Matthias Wüthrich, Greenpea)ce, 044 447 41 31 (Umleitung, vor Ort)
Weitere Informationen unter www.totalsanieren.ch
Liebe TotalsaniererInnen und TrinkwasserkonsumentInnen,
Kaum wurde in der Vergangenheit ein Abstimmungskampf so heftig geführt, wie derjenige zu den Initiativen «Chemiemüll weg» und «Sauberes Trinkwasser»! Wir sind gespannt-zuversichtlich und wollen am Abstimmung-Sonntag gerne mit Dir auf unseren gemeinsamen Abstimmungserfolg anstossen! Wir treffen uns am Sonntag 13. Juni ab 13h bis ca. 17h, direkt im Regierungsgebäude an der Rathausstrasse 2 (2. Stock) in Liestal. Dort erfahren wir die Abstimmungsresultate, feiern und werden den Medien sowie anderen Interessierten Auskunft geben. Infos auch unter 044 447 41 31 (vor Ort)!
Mit erwartungs- und hochachtungsvollen Grüssen,
Matthias Wüthrich
Vor lauter Initiativen und Gegenvorschlägen wird das Ausfüllen des Abstimmungszettels zur Wissenschaft! Hier deshalb eine kleine Anleitung – damit all unsere Stimmen zählen!
-2x Ja für die Initiativen (das, was wir wollen!)
-1x Ja für den Gegenvorschlag (besser als nichts)
-UNBEDINGT STICHENTSCHEID FÜR DIE INITIATIVE!
Nervosität in der heissen Phase des Abstimmungskampfs um Sanierung und Trinkwasserschutz von Muttenzer Alt-Deponien: Der Genfer Professor Walter Wildi erhebt Zensurvorwürfe gegen Schweizer Radio DRS. Grund: Seine Beurteilung über eine Studie zu frühere Umweltsünden der Basler Chemie wurde nicht ausgestrahlt. “Mit dieser [Zensur-]Massnahme”, schrieb Prof. Walter Wildi, “behält Radio DRS der Basler Bevölkerung wissentlich wichtige Einschätzungen zur Umweltsicherheit und zur Sicherheit der Trinkwasserversorgung vor.”
Weiterlesen unter OnlineReports vom 4. Juni
Mit unglaublich viel Geld und allerhand unsauberer Tricks versucht die Gegenseite unseren Initiativen den Garaus zu machen. Zum Beispiel an einem Podium, das von Industrie-Kreisen aufgezogen wurde.
Der vorgesehene Moderator entpuppte sich als Rechtsanwalt der Gegenseite. Dieser hätte als «unparteiischer» Mitarbeiter von TeleBâle auch ein Streitgespräch moderieren sollen! Und der Kampagnenleiter der Gegenseite versucht mit falschen Behauptungen einen bekannten Altlasten-Experten mundtot zu machen. So geschrieben in der Basellandschaftliche Zeitung vom 28.5.2010:
«Unmittelbar nach der Explosion bildete sich eine dunkle Wolke, welche gut sichtbar war» und «Für Mensch und Umwelt habe keine Gefahr bestanden» meldet die BAZ gestern. Nun, das Vertrauen in die Chemischen wird dadurch sicher nicht gestärkt.
“Everything you didn’t want to know about sex”: Anstatt frisch und fröhlich loszusputen, humpeln die Spermien im Greenpeace-Video nur mühevoll ihrem Ziel zu. Mit diesem Video macht Greenpeace auf die ernste Tatsache aufmerksam, das giftige Chemikalien in unserer Umwelt die Spermienqualität schädigen. Denn kaum viel fitter als im Video sind die Spermien vieler junger Basler.
In einer Studie schneiden die Basler Spermien schweizweit am schlechtesten ab. Weshalb? Die Industrie ist der Samentöter! Entscheidend ist, wie stark die Mutter während der Schwangerschaft den giftigen Industrie-Chemikalien ausgesetzt ist, denn die Qualität der Spermien wird bereits vor der Geburt bestimmt.
Am 13. Juni 2x JA zu sauberem Trinkwasser!
Gehören Sie auch zu den 200'000 BaslerInnen, die verschmutztes Wasser trinken? Machen Sie dem Gift aus Deponien ein Ende. So gewinne wir mit Ihnen:
Mobilisieren Sie Ihre Freunde - stimmen Sie alle ab!